Wintertraining

01 April 2014
administrator
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Für alle die es nicht so richtig mitbekommen haben, auch in der kalten Jahreszeit fand unser Wintertraining statt. Dienstags, wie auch im vergangenen Jahr, bei Tobo im Kraftraum der Feuerwehr und Donnerstag in der Turnhalle Ascheberger Weg. Das Krafttraining hatten wir schon in der vergangenen Saison durchgeführt und wurde sehr gut angenommen. Auch in diesem Winter baute Tobo seinen Kraftzirkel auf und teilweise reichten die Zahlen für die einzelnen Stationen kaum aus, um uns den Weg zu weisen. 12 bis 15 Vereinsmitglieder schwitzten immer gemeinsam bei flotter Musik und der netten, aber doch fordernden Taktansage von Thomas St. Ehefrau. Anfang des Jahres steigerten wir unser Training, in dem wir unsere Maximalkraft bei einem Pyramidentraining im Hantelreißen und -stoßen verbesserten. Da war richtig was los und es gab tolle Überraschungen, was jeder einzelne so an verborgenen Kräften besaß.

An unserem Abschluss Training gab es noch einmal einen Leistungstest und jeder von uns konnte feststellen, dass wir mehr Muckis und Kraft bekommen haben und das kam nicht vom Spinat essen. Aber eigentlich wollte ich vom Donnerstagstraining berichten, an dem ich auch ein bisschen mitmischen durfte. Die Jahre zuvor hatte unsere liebe Karin immer noch das Training geleitet, trotzdem sie nicht mehr im Verein ist. Diese Saison hat sie es leider nicht mehr zeitlich hinbekommen und wir mussten uns was Neues für das Training einfallen lassen.

Es wurde ja schon im Borussen Echo darüber berichtet das Bubi über seinen Sohn Dennis vom Crossfit hörte und er sich bereit erklärte, dieses Training am Donnerstag mit uns zu machen. Im September hörte ich dann zu Hause nix anderes mehr und ich wurde mit so geheimnisvollen Worten wie Squads, Burpees und Lunges konfrontiert. Dennis zeigte Bubi eine Menge Übungen, diese wurden fotografiert und es entstand eine Sammlung von Übungsblättern, die in unserem gesamten Wohnzimmer verteilt lagen. Einzelne Übungspläne wurden erstellt, um das Training abwechslungsreich zu gestalten, damit sich keine Routine einstellt und es langweilig wird.

Nach dem Abpaddeln im Oktober ging es dann los. Die erste Trainingseinheit stand fest. Ich hatte zu Hause das Vergnügen, die Übungen schon mal testen zu dürfen, ob sie auch durchzustehen sind, was sich auch in den kommenden Monaten nicht änderte. Dann fing das erste Hallentraining an. Erst einmal alles streng nach Uhr und Zeit. Nach 3 mal 3 Übungen zum Aufwärmen, ging es an das eigentliche Training: 6 Runden a 6 Übungen für 35 Sekunden. Hört sich nicht viel an, aber alle die dabei waren werden euch berichten, dass der Schweiß spätestens ab Runde 3 in Strömen floss.

Die einzelnen Übungen für Crossfit waren jetzt auch keine neue Erfindung, hatte man irgendwie schon mal in irgendeiner Variante gemacht. Seilspringen gab es in der Jugend und mit Kniebeuge wurde man auch schon beim Schulsport konfrontiert. Der ein oder andere musste feststellen, das seit dem doch etwas Zeit vergangen war, aber es wurde fleißig trainiert und am Ende konnten alle die Übungen sauber und perfekt durchführen.

Gewöhnungsbedürftig waren die vielen englischen Bezeichnungen für die Übungen und mancher hat sich damit ganz schön schwer getan. Aber, egal ob Internet, YouTube oder Zeitschrift, die Begriffe tauchen überall auf und manchmal ist der englische Begriff auch viel einfacher. Squads = Kniebeuge, Burpees = Hock-Streck-Sprung und Lunges (hier wird es richtig kompliziert) = Laufen im großen Ausfallschritt mit Hinknien. Am Ende jeder Trainingseinheit gab es noch ein Tabata (Von einigen auch gerne als Ciabata bezeichnet, hat aber nix mit Essen zu tun). 3 kurze Übungen in 3 Runden mit maximaler Geschwindigkeit, die noch mal die letzten Kraftreserven beanspruchten.

Nach diesen 3 Minuten waren wir dann alle immer total fertig und freuten uns auf das Stretching. Ich gebe zu, das hört sich alles schrecklich an, aber 14 bis 16 Borussen fanden Gefallen daran und schwitzten was das Zeug hielt. Im Laufe der Saison wurde die Dauer der Crossfit Übungen auf 45 Sekunden pro Übung gesteigert. Irgendwann gingen wir dann dazu über, das eine einzelne Übungseinheit der Taktgeber für alle anderen Übungen war und erst dann gewechselt werden konnte, wenn diese Übung beendet war.

Das Equipment der Halle nutzten wir auch voll aus. Sprossenwand und Stangen wurden mit eingebunden und irgendwann waren auch die Ringe fester Bestandteil unserer Übungsrunden und neue Trainingsgeräte lernten wir auch kennen. Ab Februar begann Bubi noch TRX Übungen mit einzubeziehen. Auch hier war unser Abschluss Training ein Leistungstest, unsere ganz privaten Crossfit Games. Bubi und sein Sohn Dennis planten und wieder hörte ich zu Hause über Wochen kein anderes Thema. Die Halle wurde zu unserer privaten Crossfit Arena umgebaut. Auch wenn die Einführung etwas lange dauerte und wir schon Angst hatten an diesem Abend gar nicht mehr nach Hause zu kommen, dauerte es dann doch nicht so lange und wir waren am Ende alle mächtig stolz, was jeder einzelne von uns erreicht hatte. Wer einen kleinen Einblick haben will, kann sich gerne ein kleines Video auf YouTube ansehen.

Ich glaube im Namen von alle Beteiligten zu sprechen, dass das Wintertraining richtig Klasse war und nochmals DANKE an Tobo und Bubi für eure Trainingseinheiten.

PS. Für alle die noch nicht genug haben oder die jetzt auch wissen wollen was Lunges nun wirklich sind, Bubi will das Crossfit Training im Verein weiter führen. Für nähere Infos Bubi fragen.

Katrin W.

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