19. IseCup Hamburg

21 September 2018
Thomas Stabenow

Alle Jahre wieder – IseCup in Hamburg

Alles begann in diesem Jahr mit der Aufforderung unseres Vorstandsvorsitzenden: „Melde einfach, der Rest wird sich schon finden.“
Gesagt, getan und unser Team zum 19. IseCup in Hamburg gemeldet. Nun bestand die Aufgabe darin, möglichst viele Teammitglieder für die Regatta zu motivieren. Gut, dass seit kurzem einige neue Mitglieder unser Team verstärken. So konnten wir mit 13 Borussen und drei Gästen nach Hamburg reisen. Vielen Dank an Eileen, Andreas und Franzl für eure Unterstützung.
Im Vorfeld fanden dann noch einige spezielle Sandbank-Trainingseinheiten statt, denn wir wollten nicht unvorbereitet nach Hamburg fahren. Die Bahn 2 am Isekai hält bekanntermaßen einige Überraschungen bereit.
Am 21.09.2018 machten sich dann die meisten auf den Weg nach Hamburg. Um noch ein wenig die Stadt unsicher machen zu können, ging es bei mir schon am späten Vormittag los, und nach zahlreichen Baustellen, Sandstürmen und Wolkenbrüchen trafen wir gegen 15:00 Uhr an der Regattastrecke ein. So konnten wir dann auch schnell in unsere Herberge, den Hamburger Ruderinnen-Club, einziehen. Mit einer kleinen, auf 6 Personen angewachsenen Gruppe, machten wir uns mit den Öffentlichen auf zu den Landungsbrücken. Nach kurzer Stärkung mit Crêpes, Fischbrötchen und Astra ging es dann nach einem Wolkenbruch auf die Besucherplattform der Elbphilharmonie – Hamburg von oben bei toller Abendstimmung. Das war ein kurzer, aber schöner Ausflug in die City.
Nun wieder schnell zurück, denn im Verein wartete schon der Rest des Teams auf das gemeinsame Abendessen beim Italiener.
Nach einem netten Abend ging es dann auch relativ schnell in die Schlafsäcke.
Im Anschluss an eine kühle Nacht erhoben sich alle nach und nach von ihrem Nachtlager und folgten dem Duft des frischen Kaffees. Nachdem Knut und Quinn vom Brötchenholen kamen, wurde gemeinsam gefrühstückt. Jedoch nicht wie im letzten Jahr draußen am Wasser, sondern aufgrund der niedrigen Temperaturen im Clubhaus. Leider verließ uns an diesem Wochenende der Spätsommer und schickte uns typisches hanseatisches Herbstwetter mit viel Wind und Bewölkung. Es blieb aber größtenteils trocken.
Mittlerweile hatten auch schon unsere Freunde von Hanseat Hamburg ihr Quartier bei uns aufgeschlagen.
Nach dem Captain‘s meeting sollte dann die Regatta auch langsam losgehen. Wir hatten jedoch noch Zeit, denn wir mussten erst im letzten Vorlauf ran. So unterstützten wir erstmal das „ Schwarze Geschwader“ von Hanseat mit Manpower und Anfeuerung.
Um 11:30 Uhr ging es dann auch für uns los: Aufwärmen, kurzes Einschwören und ab ins Boot. Der erste Vorlauf ließ dann mit 55,20 Sekunden auf 200m noch Luft nach oben.
Start etwas umgestellt und ab in den 2. Lauf.
Mit 56,48 Sekunden leider langsamer – manchmal steckt der Wurm drin oder wir waren vom Winde verweht. Wie auch immer: Es reichte leider nur für eine hintere Platzierung im Fun Cup.
Nun noch würdevoll den Platzierungslauf absolvieren. Leider konnten wir auch diesmal unser gesetztes Ziel nicht erreichen 57,44 Sekunden. Letztendlich errangen wir den 10. Platz im Fun Cup. Noch vor der Siegerehrung machten sich einige auf den Rückweg in die Heimat. Der verbleibende Teil nahm die Plakette und Urkunde bei der Siegerehrung in Empfang und machte sich dann direkt auf den Weg ins Restaurant. Leider war die Wahl der heutigen Lokalität nicht ganz so optimal und wir beschlossen fürs kommende Jahr auf den Pizzaservice zurückzugreifen. Dafür verlief der Rest des Abends sehr gesellig.

8 Objekt(e)
Am nächsten Morgen war jedoch wieder zeitiges Aufstehen angesagt, denn es sollte noch das Highlight des Wochenendes auf uns warten.
Nach dem Frühstück, Verstauen des Gepäcks und Reinigen unserer Unterkunft ging es direkt zu Hanseat Hamburg zur gemeinsamen Drachenboottour. Auch heute sollte das Wetter mal wieder auf unserer Seite sein. Der Wind vom Vortag hatte nachgelassen und der Regen sollte auch erst am Nachmittag einsetzen. So machten wir uns auf den Weg durch Hamburgs Kanäle, über die Alster, durch zwei Schleusen raus in die Speicherstadt und den Hafen. Mit Schwimmwesten ausgerüstet ging es dann durch die Häuserschluchten der Speicherstadt. Aufgrund des niedrigen Wasserstands bei Ebbe hatten wir dort unsere Ruhe vor den Touristenbarkassen, die dort nicht durchkommen. Im Hafen sollte die Ruhe dann jedoch ein Ende haben. Dort erwarteten uns Touristenboote und Frachtkähne, die keine Rücksicht auf kleine Drachenboote nehmen. Es wurde also sehr wellig, so das unsere mitgenommenen Lenzpumpen volle Arbeit zu verrichten hatten. Die aufkommende Flut machte es für unseren Steuermann Thomas nicht leichter. Er steuerte uns jedoch souverän durch die Wellenberge. Durchnässt, aber glücklich machten wir uns auf den Rückweg durch die Hamburger Innenstadt zurück zum Verein. Letztendlich sollten 20km auf der GPS-Uhr stehen, bevor es unter die heiße Dusche ging.
Nach kurzer Verabschiedung fuhren wir dann wieder zurück in die Hauptstadt.
Vielen Dank an die Hanseaten für ein schönes gemeinsames Wochenende.
Bis zum nächsten Jahr – Hamburg!

Mit sportlichen Grüßen
Ingo