5. Gemeinsame Deutsche Drachenbootmeisterschaften 2016

19 Juni 2016
Angelika Lomitschka

Gemeinsame Deutsche Drachenboot Meisterschaft 2016 in Schwerin/ ein Traum, ein Team, ein Ziel!

 

Da stehen sie nun- die „alten“ Ü50 Borussen und der/die ein oder andere hat sogar ein wenig Pipi in den Augen. Was war passiert? Platz 3 bei der GDDM über 2000m!!!!

Nun aber erst mal alles auf Anfang:

Begonnen hatte alles mit einer Vision von Anja und Uwe-wir fahren mit den Ü50 zur Smallboat DM nach Schwerin. Daraufhin wurde eine Drachenbootsitzung einberufen und es wurde erörtert, diskutiert und letztendlich abgestimmt. WIR FAHREN ZUR DM!

Anja und Uwe übernahmen die Trainingsregie und alle alten Leitwölfe ordneten sich unter. Selbst das altbewährte Crossfit Training von Bubi wurde umgestellt und alle Alten und Jungen zogen an einem Strang. Direkt nachdem der See eisfrei war(selbst bei -11°)ging es aufs Wasser um die Grundlagen für die Saison zu schaffen. Bei zahlreichen Trainings und Sondertrainings wurde geackert und geschwitzt für das große Saisonziel. Mittendrin verkündete das Trainerduo, das wir auch mit einem Ü40 Boot auf einer Strecke antreten, damit die mittrainierenden „Jungen“ nicht in die Röhre schauen- EIN TEAM! Fortan wurde auch die Bootsbesetzung ein wenig verändert und auf die Neulinge  vermehrt geachtet.

Dann ging es endlich los und es hieß: Wir fahren nach Schwerin.

Nachdem in der Woche vor der DM halb Deutschland unter Wasser stand, entschied sich der Veranstalter, den Zeltplatz( Fußballplatz) zu sperren und die Camper in Turnhallen unterzubringen. Dies sorgte Anfangs für Verwirrung  und schlechte Stimmung, denn wir wollten schließlich als Team zusammenbleiben. Es blieb uns jedoch keine andere Wahl und so zogen 8 Borussen in die ca 10km entfernte große Turnhalle ein. Diese teilten wir uns mit dem netten Team Ostfriesland. So verbrachten wir den ersten Abend getrennt aber gemütlich(zumindest die Hallenbewohner) in netter Runde bei mitgebrachten Speisen und Getränken und munteren Gesprächen bis uns schließlich die Müdigkeit in unsere Schlafsäcke trieb. Die Nacht war dann recht früh vorbei, denn das erste Rennen war für 9 Uhr angesetzt. Darum trafen wir uns dann schon um 7 Uhr im Mannschaftszelt zum gemeinsamen Frühstück. Bubi sorgte für frische Brötchen und Sabine für leckere Erdbeermarmelade.

Dann machte sich auch schon langsam die Nervosität vorm ersten Start breit und das gesammte Team begab sich zum Marshelingbereich .

Bubi begann direkt mit dem Aufwärmprogramm und dann ging es auch schon in die Boote- Ü50 Mix über 200m. Nach kurzem Einfahren hieß es dann auch schon: ARE YOU READY-ATTENTION-PIEP! Alle standen am Wasser oder an der Videoleinwand und verfolgten das Rennen. Ergebnis erster Vorlauf Platz 2, super Zeit. Das bedeutete direkter Einzug ins Finale!

Nach kurzer Pause ging es dann auch schon in den Endlauf.

Ergebnis: Die ersten 4 Boote innerhalb 0,15 Sek. Für die Borussen leider nur Blech-Platz 4 – 0,04 Sek hinter Platz 3. RESPEKT!

Kopf hoch, weiter geht’s.

Doch jetzt war erst mal Erholung angesagt! Einige entschieden sich für ein Mittagsschläfchen, andere suchten einen Schattenplatz und wieder andere gingen shoppen. Auf jeden Fall gab es zwischendurch wieder leckeres Mitgebrachtes zu essen.

Als die Sonne schon lange den Zenit verlassen hatte und der Rennplan nach hinten gerutscht war, waren wir dann endlich wieder dran. Ü50 Mix über 2000m.

Dazu muß auch mal erwähnt werden, das das Berlin Boot mit einigen Borussen an Bord im Ü40 vorgelegt hatten und mit Platz 2 über 2000m deutscher Vizemeister wurden-Glückwunsch dazu!

Jetzt ging es jedoch für die Borussen auf den Faulen See mit Ebi am Steuerruder und 2000m vor der Brust. Auf Startplatz 4 ging es nach einem Vorstart und 10 Sek Abstand  auf die Strecke . Schnell wurde der Abstand verkürzt und es ging mit viel Druck in die erste Wende. Dann stockte Ebi der Atem, denn die ersten  Boote verpassten die Wendeboje und er fuhr mit seinem Kahn einfach hinterher- Abhaken und weiter. Die Schlachtenbummler verfolgte das Geschehen wieder am Wasser oder der Anzeigetafel.

10,28 Minuten später- ratlose Gesichter im Ziel-Boje verpasst-Disqualifikation? Dann der Jubel: nur 3 Sekunden Zeitstrafe.

PLATZ 3!!!!!

Alle lagen sich in den Armen und man schaute noch nach einigen Minuten in ungläubige Gesichter. Die „kleinen“ Borussen hatten große Renngemeinschaften geschlagen. Das Training hatte den erhofften Erfolg gebracht. Wahnsinn!

Jetzt wurde erst mal unter Bubis Regie der Grill angeworfen und die ersten Biere geköpft. Es war noch Zeit bis zur Siegerehrung

So wurde es langsam Dunkel und die Fanfare zur Siegerehrung erklang. Da standen sie nun, unsere Ü50 Männer und Frauen auf dem Treppchen und bekamen stolz ihren Pokal für Platz 3 überreicht.

Der Abend wurde dann zeitig beendet ,denn einige alte Recken mussten am nächsten Morgen wieder mit den Ü40ern ran.

Diese standen dann morgens um 8:30 Uhr nervös im Marsheling und warteten aufs Boarding. Nach dem gewohnten Aufwärmprogramm ging es dann für 500m in die Boote.

Nach einem verpatzen Start und nem kleinen Steuerschlenker sahen wir unsere Konkurenz dann leider nur von hinten. Leicht gefrustet ging es dann nach kurzer Verschnaufpause in den Hoffnungslauf. Auch hier konnten wir leider nur bis 300m mithalten und fielen dann hinten ab. Fazit: ausgeschieden und Lehrgeld bezahlt.

Aber auch hier hielt das Team zusammen und es wurde keinem ein Vorwurf gemacht. Es dauerte jedoch ein bisschen bis die Jungen die Niederlage verkraftet hatten ( kann da  nur von mir reden).

Nun hieß es einpacken, Zelt abbauen und reisefertig machen.

Vor der Abreise trafen sich noch mal alle, Uwe und Anja bedankten sich emotional für die Trainingszeit, den tollen Wettkampf und verabschiedeten sich von der Mannschaft. Sie wollen in Zukunft mit ihren Surfski durchstarten und nicht weiter im Drachenboot mitfahren.

Danach lud Bubi dann noch zu einem Kaltgetränk und alle fuhren zurück in die Heimat.

 

Zum Abschluß heißt es Danke zu sagen an alle, die das Team in ihrer Trainingszeit oder beim Wettkampf unterstützten.

An alle Mitglieder die leider während der Trainingszeiten nicht mit ins Boot kamen oder die durch veränderte Trainingszeiten, zu früh oder spät kamen.

An alle die als Reservisten mit zur DM kamen und nicht paddeln durften. Hierbei ist ganz besonders Stefan zu erwähnen.

Ein Dank an alle, die ohne murren die Teambesetzungen akzeptiert haben und an Anke, die leider verletzt ausfiel aber trotzdem die Mannschaft in Schwerin unterstützte.

An die Mannschaft, die während der ganzen Zeit, trotz manchem Streit, zusammengehalten hat.

…..und last not least an Anja und Uwe, die durch ihren unermüdlichen Einsatz und Planung, diesen Erfolg ermöglicht haben.

Euer Ingo